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Monty Python
Monty Python

Sonntag, 17. Juni 2018

Menschen sind keine parteipolitische Manövriermasse

als ob es in der Politik schon jemals darum
gegangen wäre, irgendein Problem zu lösen. Aktuell
ist es wieder einmal die Asyl-Debatte, wer, wann
und warum was nicht bekommen soll oder überhaupt.

Man sagt wohl auch: Da hat jemand eine Manie
für ein bestimmtes Thema entwickelt und reitet
solange darauf herum, bis er die Wahl gewonnen
hat. Jedenfalls in Bayern scheut man sich nicht,
"heiße" Eisen anzupacken und auf Teufel komm
raus diesen Besen zu reiten.

Und dann erscheint er wohl auch: Der Teufel

Jedenfalls rhetorisch und das Ganze auf niedrigstem
Niveau. Man möchte eine Wahl gewinnen, indem man
die Not von Menschen politisch ausschlachtet.
Ekelhaft !!!

Widerlich! Herr Stoiber, nein der andere, Seehofer,
heißt der Mann. Was für Abgründe sich da auftun:
Wir müssen die Grenzen dicht machen und brauchen
eine Obergrenze.

Ja, es ist wahr, wir brauchen eine Obergrenze,
undzwar für Dämlichkeit und Herzlosigkeit. Sowie
bereits in der Vergangenheit Rentenarmut, Niedriglohn
und auch das Thema Integration stets durch politische
Ignoranz "gelöst" wurden, so ist es auch dieses mal.

Nur ist jetzt auch noch die Polemik dazu gekommen
und eine ganze Partei, die ihre Existenz ausschließlich
diesem Thema verdankt und dem Populismus, auf
dem sie aufbaut.

Eine Partei, die ihre Fundamente der kompletten
Verweigerung einer Kanzlerin verdankt, sich der
Wirklichkeit im Land zu stellen. Ich rede
hier jetzt von der SPD.

Denn sie ist immer ganz vorne mit dabei, wenn
es mal wieder darum geht, sich am Topf des
Steuerzahlers zu weiden durch das unnötige
Anheben oder die Neuregelung der Parteien-
finanzierung oder sonstiger Einnahmen zulasten
des Steuerzahlers.

Samstag, 16. Juni 2018

So, jetzt wird Sport gemacht

Sport, die neue Sucht der Yeties, Yippis
und Yuppies. Die fahren mit dem Geländewagen,
der 20 Liter schluckt, zum Joggen in den Wald
oder mit dem Flieger für ein Wochenende
zum Gruppenyoga nach Teneriffa, um sich
ökologisch und gesundheitsbewußt ernähren
zu können und sich dann selbst zu finden.

Das ist im Paket enthalten und gehört
zum Wohlfühlprogramm. Ayurveda ist auch
mit dabei, damit die Energien auch fließen
können. Anschließend kann man das Handy
am eigenen Körper aufladen.

Sport, aber möglichst extrem, keine
normalen Sachen, Löcher in die Erde
stecken kann schließlich jeder.

Vom Bürostuhl auf den Himalaya oder
Skysurfing ohne Fallschirm, das muß es
schon sein für unsere Besserverdiener,
für unsere kleinen Aufsteiger.

( Mir fällt als interessante Alternative
ein: Wohnwagen-Bashing = Wettrennen mit
Wohnanhängern auf der Autobahn bei 230 km/h
oder über unbefestigte Feldwege mit Zeitlimit)

Die wollen den Kick und die Herausforderung,
das Leben reicht denen nicht aus - die sollen
mal eine Woche mein Leben haben - dann wäre ganz
schnell Schluß damit und alles wonach denen
wär = absolute Ruhe)

und sich selbst spüren, natürlich, neue Energie
tanken,  damit sie dann am Montag wieder fit
fürs Büro sind, von wo aus sie die Papier-
schnippsel zielgenau in den Papierkorb
werfen können, den Telefonhörer
putzen oder die Zeitung im Akkord
umblättern können.

Um so einen Stempel zu halten, da braucht
man schon power, emotions, elan und
Unmengen Kondition oder auch um aus dem
Fenster zu schauen, 8 Stunden am Stück,
dazu gehört schon eine innere Balance,
die man erst mal finden muß.

Und irgendwo muß die ja schließlich
sein, meistens ganz weit oben.

Das kann also nicht jeder, dafür braucht
man besondere Voraussetzungen.

Sich selbst finden, einsammeln und dann
auch noch am Stück in sich unterbringen.
Das ist jetzt das neueste Paket für Leader
und Manager. Das Elitepaket.

Wenn man den ganzen Tag für's Nichts tun
bezahlt wird, möchte man irgendwann
wenigstens für ein paar Augenblicke
mal so tun als ob, mal so richtig schwitzen
wie ein ganz normaler Prolet.

Das ist jetzt ein neuer Trend bei den
Besserverdienern: So tun, als ob man
dazu gehört.




Mittwoch, 13. Juni 2018

Das Runde muß in das Eckige

auf diese Faustformel ließ sich der Fußball
einstmals reduzieren. Zumindest in der
Vergangenheit. Matthäus, Littbarski, Hoeneß,
Paul Breitner das waren Fußballer, wie
ich sie in Erinnerung habe. Die haben den
Ball noch direkt am Fuß erlebt.

Heutzutage verbindet man Fußball wohl eher
mit der Mitteilung einer Bänderdehnung im
Knie irgendeines Mittelklassespielers, der
sich mal wieder durch seine hervorragende
Leistung in der medizinischen Stillegungsphase
einen Namen macht.

Die sind während der Spielpause am besten
und wissen ganz genau, was sie alles hätten
anders machen können, um das Ruder
in der Spielphase doch noch rum reißen
zu können. Studierte Akademiker, die
sich dem Ball nur noch seziert nähern,
weil sie sonst Angst davor haben, ihn
berühren zu müssen.

Die fein gegelten Frisur immer in die
Kamera haltend, versteht sich und mindestens
mit einem Produkt zufällig herum hantierend.

Die wandelnden Litfaßsäulen auf 2 Beinen
sind dann in einem Punkt immer ganz weit
vorne mit dabei: Im Verkünden der Ablöse-
summe, mit der sich das Konto der Betroffenen
voraussichtlich füllen wird.

Da ist jeder Spieler von großem Ehrgeiz
gezeichnet und selten krank.

Vom eigentlichen Fußball ist da anschließend
überhaupt keine Rede mehr, weil die sich
dann auch ununterbrochen schonen müssen
von dem vielen Verhandlungsstreß und ihrer
chronischen Bänderdehnung.

Interessant das man Millionen für einen
Fußballspieler ausgibt, der sich dann
erst einmal regenerieren muß, um beim
entscheidenden Spiel dann nicht dabei
zu sein.

Einsatzfähigkeit - Fehlanzeige. Einsatz-
willigkeit - nie von gehört.

Es hat manchmal den Anschein, als sei
es so manch einem wichtiger, die Technik
erklären zu können und hochkomplexe Vorträge
in irgendeiner "Expertenkomission" zu halten,
anstatt dem Ball auf dem Rasen den erforderlichen
Tritt zu verpassen, damit dieser möglichst
nahe am Tor zum stehen kommt.

Und ununterbrochen wird geschwafelt. Auf
allen Kanälen wird konsultiert und analysiert,
bis es aus den Ohren wieder blutig heraus läuft.

Hätte der Klose mal dies...wenn er gekonnt hätte...
und der Özil hätte ja auch und überhaupt
Gomez wäre ja...

Man möchte manchmal heraus brüllen: Mensch
Junge zieh den Ball endlich nach vorne und
dribbel da nicht so viel vorm Gegner herum
du bist hier nicht bei "Let's Dance"

Jede Gelegenheit wird genutzt, um alle
"wichtigen" Neuigkeiten in klingende Münze
umzusetzen: Was tragen die Spieler nachts,
in welche Hotels sind sie untergebracht,
wer hat sich wieder von wem getrennt
und warum ist schon wieder jemand
schwanger.

Nur Fußball, das wird nicht gespielt.
der Ball wird auch nicht mehr getreten,
sondern seicht übers Feld begleitet.

Und wenn mal ein Tor fällt, was hin- und
wieder vorkommt, dann nur weil der Torwart
sich gerade am Sack gekratzt hat und nur
eine Hand frei hatte.